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Ein Schlachtfest

Lassen Sie sich von unserem Ausflug in die Toskana inspirieren. Ein italienisches Festmal der ganz besonderen Art gibt auch Ihrer Veranstaltung den richtigen Kick.

Zu Zeiten industrieller Fleischproduktion ist einer der ursprünglichsten Festanlässe fast in Vergessenheit geraten. Es ist noch nicht lange her, da wurden große Tiere nur zu festlichen Anlässen geschlachtet und gegessen. Außerdem war das Schlachten an sich schon ein Festanlass. Zahlreiche Bräuche stehen in Verbindung mit dem Schlachttag. In fast allen Religionen, Traditionen und Kulturen spielt das Schlachtritual eine zentrale Rolle.

Wurstkessel mit dem Schweinekopf

Wir hatten das Glück an einem italienischen Fest teilnehmen zu dürfen. Das Festessen bestand hauptsächlich aus traditionellen italienischen Festgerichten. Am frühen Morgen des Festtages hat sich ein echter Fachmann über die Verarbeitung des Schweins gemacht. Wir konnten dem Metzger über die Schulter schauen. Mit höchstem handwerklichen Geschick entstanden Würste, Braten und Schinken. Spannend zu sehen, mit welchen Methoden die regionalen Spezilitäten hergestellt wurden. Die Würzung nach italienischer Art verwendet neben Pfeffer und Salz auch Fenchel, Petersilie, Knoblauch, Rosmarin, Salbei und Zitrone. Die frischen Gewürze geben ein gutes Gegengewicht zum deftigen Schweinefleisch. Nach altem Brauch (ja, das Prinzip „nose to tail“ gab’s schon mal) wurden alle Teile des Tieres verwertet und veredelt.

Italienische Porchetta frisch aus dem Ofen

Die edlen Teile des Schweins werden zu Bratenstücken zugeschnitten. Was wäre auch besser für ein Fest geeignet als ein klassischer Festbraten. Der Schweinebauch wurde zusammen mit Innereien und Gewürzen gerollt und zu knuspriger Vollendung im Ofen gebraten. Diese Form ist in vielen Teilen Italiens als Streetfood und klassisches Festessen verbreitet und beliebt. Das Gericht nennt sich „Porchetta“ und wird mit Beilagen serviert oder dünn aufgeschnitten im Brötchen gegessen.

Finocchiona vor der Lufttrocknung

Die restlichen Fleischstücke wurden zu einer grob gehackten Wurstmasse verarbeitet. Gewürzt wird mit Pfeffer, Salz und Fenchel. Diese kann wie Mett auf Brot gegessen werden. In kleine Därme gefüllt, entsteht die bekannte „Salsiccia“, in einen Magen gefüllt und luftgetrocknet, die „Finocchiona“. Aus der Leber wurden kleine Knödel zubereitet, die in einem Lorbeerblatt gebraten wurden, sogenannte „Fegatini“. Zum festlichen Mahl wurden die Fleischgenüsse zu weißen Bohnen in Tomatensoße und Salat als Zwischengang gereicht.

Von Festjahr zu Festjahr

Eine weitere schöne Festtradition ist es, den luftgetrockneten Schinken, der aus den Hinterkeulen hergestellt wird, zum Fest des nächsten Jahres als Vorspeise zu servieren. So begleitet einen ein kleiner Teil des besonderen Anlasses durchs gesamte Jahr. Eine ganz besondere Wertschätzung eines außergewöhnlichen Tages.

Abendsonne in der winterlichen Toskana

Inspiration für die eigene Festveranstaltung und Speisenkarte

Lassen Sie sich von diesem Festbericht inspirieren. Machen Sie mehr aus Ihrem Fest. Bieten Sie Ihren Gästen leckere Gerichte. Denn auch Festliebe geht durch den Magen. Kreativität gehört auch in der Küche zu den wichtigsten Eigenschaften eines Festwirts. Bleiben Sie nicht stehen, bleiben Sie innovativ.

Die Festlocation

Wir bedanken uns bei der Fattoria di Mandri für dieses außergewöhnliche Erlebnis. Das Landgut finden Sie bei Reggello einem kleinen Ort ca. 30 Minuten südlich von Florenz. Das historische Anwesen liegt inmitten von Olivenhainen in der malerischen Hügellandschaft der Toskana. Das Gut stellt eigenes Olivenöl in sehr limitierter Menge her, vermietet Ferienappartements und kann für Veranstaltungen und Hochzeiten gebucht werden.

Kontakt

Fattoria di Mandri

  •  Adresse:  Villa a Mandri | Via dei Sette Ponti 42 | 50066 Reggello Florence
  • Telefon: (+39) 329 31 67 363 Fax (+39) 055 8667486
  • Email: fattoriamandri@gmail.com
  • Gps: Lat. 43.664767 – Lon: 11.538074

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